41. Landesparteitag in Linstow

Im Zentrum des Programms steht der Anspruch, Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stärker, moderner und handlungsfähiger zu machen. Dabei setzt die CDU auf eine klare Stärkung des Wirtschaftsstandortes, den Abbau von Bürokratie, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie bessere Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen und Handwerk.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung der Bildungsqualität im Land. Ziel ist es, Schulen und Kitas gezielt zu stärken, Unterrichtsausfall zu reduzieren und die Attraktivität des Lehrerberufs zu erhöhen. Bildung wird dabei als entscheidender Schlüssel für Chancengerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit verstanden.

Auch das Thema innere Sicherheit spielt im Programm eine zentrale Rolle. Die CDU setzt auf eine gut ausgestattete Polizei, konsequente Strafverfolgung und eine sichtbare Sicherheitspräsenz im ganzen Land. Sicherheit wird dabei als grundlegende Voraussetzung für Freiheit und Lebensqualität verstanden.

Im Bereich Infrastruktur und Digitalisierung fordert die CDU einen konsequenten Ausbau von Straßen, Schienen und digitalen Netzen. Besonders die Digitalisierung der Verwaltung soll spürbar vorangetrieben werden, um Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu entlasten.

Einen ausführlichen Beitrag zum beschlossenen Wahlprogramm finden Sie hier:
https://cdu-mv.de/2026/daniel-peters-wir-zeigen-mit-diesem-programm-mecklenburg-vorpommern-kann-mehr-besser-nur-mit-uns/

Ein besonderer Höhepunkt des Parteitages war der Besuch von CDU-Bundesvorsitzendem und Bundeskanzler Friedrich Merz, der in seiner Rede die Bedeutung eines starken und zukunftsfähigen Mecklenburg-Vorpommerns hervorhob und den Delegierten den Rücken für den anstehenden Wahlkampf stärkte.

Am zweiten Tag standen die Wahlen zum Landesvorstand im Mittelpunkt. Für die CDU Mecklenburgische Seenplatte konnten dabei gleich mehrere Mitglieder unseres Kreisverbandes wichtige Funktionen übernehmen: Max Odebrecht wurde zum Digitalbeauftragten der CDU Mecklenburg-Vorpommern gewählt, Stephan Bunge zum Landesmitgliederbeauftragten und Björn Bromberger als Beisitzer in den Landesvorstand.

Die CDU Mecklenburgische Seenplatte gratuliert allen Gewählten herzlich und wünscht ihnen viel Erfolg und eine glückliche Hand bei ihren neuen Aufgaben.

Ebenso gratulieren wir Daniel Peters zu seiner überzeugenden Wiederwahl als Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Das starke Ergebnis von 97,2 Prozent ist ein deutliches Signal der Geschlossenheit und des Vertrauens innerhalb der Landespartei.

2. Wirtschaftsstammtisch der CDU Neubrandenburg

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbstständige sowie interessierte Gäste folgten der Einladung und nutzten bereits zu Beginn der Veranstaltung die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken in angenehmer Atmosphäre.

Ehrlicher Austausch statt politischer Floskeln

Im anschließenden Gespräch führte die Landtagskandidatin Yvette Schöler durch einen offenen Dialog mit dem Bundestagsabgeordneten Sepp Müller, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zuständig für Wirtschaft, Energie, Mittelstand, Tourismus und die neuen Bundesländer.

Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen:

  • steigende Kosten
  • zunehmende Bürokratie
  • Fachkräftemangel
  • Unsicherheiten bei Energiepreisen

Dabei wurde schnell deutlich: Viele Betriebe sind grundsätzlich bereit zu investieren – es fehlt jedoch häufig an verlässlichen Rahmenbedingungen.

In drei Themenblöcken wurde intensiv diskutiert:

1. Mittelstand:
Wie können Betriebe wieder besser planen? Welche konkreten Entlastungen braucht es für kleine und mittlere Unternehmen?

2. Energie:
Ein zentrales Thema für nahezu alle Anwesenden. Diskutiert wurden Versorgungssicherheit, Preisstabilität und die Balance zwischen fossilen und erneuerbaren Energien.

3. Zukunft Ost:
Welche Chancen bieten sich speziell für Mecklenburg-Vorpommern? Wo liegen Wachstumspotenziale für die kommenden Jahre?

Besonders wertvoll war die anschließende Fragerunde:
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer brachten ihre eigenen Erfahrungen und Herausforderungen ein – von Investitionszurückhaltung bis hin zu konkreten Sorgen rund um steigende Insolvenzzahlen.

Der direkte Austausch zeigte eindrucksvoll, wie wichtig solche Gesprächsformate sind, um politische Perspektiven und wirtschaftliche Realität zusammenzubringen.

In Verantwortung für Deutschland 🇩🇪 – 80 Jahre CDU

Wie hat sich die CDU seit ihrer Gründung entwickelt? Welche Rolle spielte sie in Ost und West und was lässt sich daraus für die Zukunft lernen?
Diesen Fragen widmete sich unsere Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Christlich Demokratischen Union Deutschlands vergangene Woche im Schlosshotel Neustrelitz.

Der Abend wurde inhaltlich mit einem Vortrag von Dr. Michael Borchard (Leiter Wissenschaftliche Dienste /Archiv für Christlich-Demokratische Politik der KAS) über die historische Entwicklung der CDU eröffnet. Er zeichnete nach, wie die Partei aus den Erfahrungen der Nachkriegszeit heraus zu einer verbindenden Kraft zwischen Konfessionen, Regionen und gesellschaftlichen Gruppen wurde und wie sich die Christdemokratie in der DDR unter schwierigen Bedingungen behauptete.
Besonders bewegend waren seine Ausführungen zur Verfolgung von Christdemokratinnen und Christdemokraten in der DDR und ihrem Mut, trotz Repressionen an den Grundwerten Freiheit, Verantwortung und Menschenwürde festzuhalten.

Im Anschluss diskutierten Dr. Michael Borchard, Björn Bromberger, die ehemalige Landtagsvizepräsidentin Renate Holznagel und der CDU-Landesvorsitzende Daniel Peters MdL unter der Moderation von Dr. Fred Mrotzek über unterschiedliche Erfahrungen mit der Partei, über individuelle politische Biografien und darüber, wie die CDU heute auf aktuelle gesellschaftliche und politische Herausforderungen reagiert.
Gerade in Zeiten des Wandels braucht es eine CDU, die Orientierung bietet, Verantwortung übernimmt und Freiheit als Kern ihrer Politik bewahrt.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von Liesbeth Meier (Preisträgerin im Jugendwettbewerb des Deutschen Harmonika-Verbands und Schülerin der Kreismusikschule Kon.centus).

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum weiteren Austausch und persönlichen Gespräch.

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wird in Kürze auf unserem Youtube-Kanal verfügbar sein.

1. Wirtschaftsstammtisch der CDU Neubrandenburg

Beim ersten Wirtschaftsstammtisch der CDU Neubrandenburg kamen gestern viele Unternehmer und Gäste aus Neubrandenburg und der Seenplatte zusammen. Die Stimmung war offen und lösungsorientiert. Philipp Amthor gab einen präzisen Einblick, welche Entscheidungen aus Berlin die regionale Wirtschaft in nächster Zeit erreichen.

Zum Auftakt führten die Landtagskandidaten Martin Rohloff und Yvette Schöler ein kurzes Interview mit Philipp Amthor. Sie griffen die zentralen vorab eingereichten Fragen zum Thema Entbürokratisierung auf und setzten damit den inhaltlichen Rahmen für den Abend. Im Anschluss ging die Runde nahtlos in das offene Gespräch mit den Unternehmern über.

Der Abend gestern hat gezeigt, wie wichtig dieser direkte Austausch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region ist.

Merken Sie sich bereits den 24. März 2026 als Termin für den nächsten Wirtschaftsstammtisch mit Sepp Müller (MdB) vor.

Nachruf Burkhard Räuber

Burkhard Räuber prägte die Vier-Tore-Stadt über Jahrzehnte hinweg – als mutiger Bürgerrechtler, engagierter Kommunalpolitiker, verantwortungsvoller Beigeordneter und verlässlicher Christ. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in unserer Partei und in der Stadtgesellschaft. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Burkhard Räuber gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution in Neubrandenburg. Als Vertreter der katholischen Kirche am Runden Tisch übernahm er früh Verantwortung und wirkte maßgeblich an der Auflösung der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit in Neubrandenburg mit. Gemeinsam mit anderen Mutigen sorgte er am 6. Dezember 1989 dafür, dass die Räume gesichert und Aktenvernichtung verhindert wurden – ein entscheidender Schritt hin zu einem rechtsstaatlichen Neuanfang. Sein Einsatz für Aufarbeitung und Erinnerung blieb zeitlebens prägend. Als Mitglied der Zeitzeugen-Gruppe „Augenzeugen 89“ engagierte er sich für die lebendige Erinnerung an die Wendezeit; 2019 wurde die Gruppe dafür mit der Wilhelm-Ahlers-Medaille der Stadt Neubrandenburg geehrt.

Nach der ersten freien Kommunalwahl 1990 wurde Burkhard Räuber zum Beigeordneten und später zum Ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. In einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche formte er ehemals zentralistische Strukturen zu einer bürgernahen, modernen Verwaltung. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörten unter anderem Ordnungs- und Rechtsamt, Feuerwehr sowie das Einwohner- und Passwesen. In dieser Funktion verantwortete er die Kommunalisierung der Feuerwehr (1990) und des Rettungsdienstes (1992) – Entscheidungen, die bis heute die Grundlage für verlässliche und leistungsfähige Strukturen im Katastrophen- und Rettungswesen bilden.

Auch nach seiner Zeit als Beigeordneter blieb Burkhard Räuber der Stadt eng verbunden. Er übernahm Aufgaben als Beauftragter des Oberbürgermeisters, insbesondere in Fragen des Datenschutzes und der Zusammenarbeit mit Kirchen, der Justizvollzugsanstalt und den Stasi-Unterlagenbehörden. Mit Weitblick förderte er den Aufbau kommunaler Präventionsarbeit und war der erste Vorsitzende des Präventionsrates der Stadt Neubrandenburg.

Sein politisches Handeln war stets getragen von einem klaren Wertefundament. Burkhard Räuber war Katholik, sein Glaube prägte sein Wirken und seine Haltung zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Bereits in DDR-Zeiten engagierte er sich in der Ökumenischen Versammlung und brachte diese Impulse nach der Wiedervereinigung in die CDU ein. Er stand für Dialog, für das Gespräch auf Augenhöhe, für eine Kultur des Zuhörens. Viele Wegbegleiter erinnern sich an seine ruhige, ausgleichende Art, mit der er selbst in schwierigen Diskussionen Brücken schlug und Menschen unterschiedlicher Überzeugungen zusammenführte.

Innerhalb der CDU war Burkhard Räuber über viele Jahre in verantwortlicher Position tätig. Er war langjähriger Kreisvorsitzender der CDU Neubrandenburg, später Mitglied im Vorstand des Stadtverbandes und wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden der CDU Neubrandenburg ernannt. Auch in späteren Jahren blieb er ein verlässlicher Ratgeber und engagierter Mahner für Besonnenheit, Respekt und Verantwortung in der politischen Arbeit.

9. November: Tag der Erinnerung und Verantwortung

Am heutigen 9. November versammelten sich Bürgerinnen und Bürger am Synagogenplatz in der Poststraße Neubrandenburg, um der Opfer der Reichspogromnacht von 1938 zu gedenken. In dieser Nacht wurden in ganz Deutschland jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger entrechtet, verfolgt, gedemütigt und ermordet.

Der 9. November ist ein Schicksalstag der deutschen Geschichte – ein Datum, das Licht und Schatten vereint. Er steht für den Beginn unermesslichen Leids im Jahr 1938, aber auch für die Hoffnung und den Mut der Menschen im Jahr 1989, die mit dem Fall der Berliner Mauer den Weg zur Freiheit und Einheit unseres Landes eröffneten.

Das Gedenken am Synagogenplatz mahnt uns, nie zu vergessen – und unsere Demokratie jeden Tag aufs Neue zu verteidigen.